Unterscheid zwischen Yoga und Meditation

Einleitung

Etymologisch gesehen ist das Wort „Yoga“ eine englische Fehlaussprechung des Sanskrit-Wortes „yog“[1], das „Joch“ bedeutet, d.h. zwei Wesenheiten zusammenzubringen, so dass sie in eine enge Beziehung gezwungen werden. Das Wort „Meditation“[2] ist ein englisches Wort und bedeutet „die Praxis des Denkens in tiefer Stille, um den Geist zu beruhigen“.

Zweck des Yoga

Nach der Arya/Hindu-Religionsphilosophie[3] ist das menschliche Bewusstsein (Atma) ein subtilerer Aspekt des höheren Bewusstseins, das als die eine Quelle der gesamten Schöpfung betrachtet wird. Es ist stĂ€ndig als Zeuge (Atma) mit und im menschlichen Gehirn-Körper-System prĂ€sent. Durch die Verbindung mit diesem Zeugen wird das Bewusstsein (und damit das höhere Bewusstsein) das Individuum in die Lage versetzen, die KapazitĂ€ten des Gehirn-Körper-Systems voll auszunutzen und sich auf eine höhere Bewusstseinsebene zu entwickeln. Diese Verbindung wird durch die Schaffung eines „sattvischen“ Geisteszustandes erreicht, der wiederum die „Buddhi“-Funktion des Gehirns aktiviert. Yoga ist das Mittel dazu.

Die Praxis des Yoga

Die Praxis des Yoga umfasst die folgenden acht Schritte oder „Ashtanga“-Yoga:

Yama bezieht sich auf die Kontrolle von negativen Emotionen wie Neid, Eifersucht, Feindschaft, Gier, Egoismus, Leidenschaft, etc. Diese und Ă€hnliche solche Emotionen erregen und stören den Geist und verhindern, dass er einen ruhigen Geisteszustand oder „Sattvic Guna“ erreicht, der fĂŒr die Aktivierung des Bewusstseins in einem Individuum wesentlich ist; Niyama bezieht sich auf die Einhaltung einer Reihe von Disziplinen bei körperlichen und geistigen AktivitĂ€ten, z.B. das Festhalten an guten Gedanken, RegelmĂ€ĂŸigkeit und PĂŒnktlichkeit in den ZeitplĂ€nen, Verzicht auf ĂŒbermĂ€ĂŸigen Genuss bei geistigen und körperlichen AktivitĂ€ten, etc; Asana bezieht sich auf eine Reihe von „yogischen“ Übungen, die in Koordination mit dem Ein- und Ausatmen des Atems durchgefĂŒhrt werden. Abgesehen von der StĂ€rkung der Muskeln, erleichtern diese Übungen den richtigen Fluss der subtilen Energie innerhalb des Gehirn-Körper-Systems. WĂ€hrend der AusfĂŒhrung der Übungen muss der Praktizierende verschiedene Körperteile abtasten, um sicherzustellen, dass die fĂŒr die jeweiligen Übungen vorgeschriebenen Bedingungen eingehalten werden. Dies erfordert, dass der Geist zu diesen Stellen gelenkt wird und einige Sekunden auf diesen Stellen verweilen kann. Diese Übung entwickelt die Gewohnheit, den Geist fĂŒr einige Sekunden zu beruhigen; Pranayama: Dies bezieht sich auf eine bewusste Atmung oder eine Atmung mit Bewusstsein, die ein vollstĂ€ndiges und tiefes Ein- und Ausatmen des Atems ermöglicht. Die Yogatheorie postuliert, dass der Atem „Praan“ oder Energie enthĂ€lt, und die bewusste Atmung ermöglicht es dem Gehirn-Körper-System, ein Maximum an frischer Energie aufzunehmen und ein Maximum an verbrauchter Energie auszustoßen; Pratyahara bezieht sich auf die Verinnerlichung des Bewusstseins, indem man einen Zustand der Beobachtung (Zeuge) der Handlungen des Körpers und seiner geistigen AktivitĂ€t aufrechterhĂ€lt; Dharana bezieht sich auf die Fokussierung der Aufmerksamkeit – der SchĂŒler lernt, die Augen und den Geist zunĂ€chst fĂŒr einige Sekunden auf ein bestimmtes Objekt zu fixieren und die Dauer allmĂ€hlich zu erhöhen; Dhyana: In diesem Schritt wird die Praxis von Dharana nach innen gewendet, indem der Geist auf einen Gedanken fokussiert bleibt und die Dauer, die der Geist bei diesem einen Gedanken bleibt, allmĂ€hlich erhöht wird; und Samadhi bezieht sich auf den Zustand, in dem der meditierende Geist eins wird mit dem meditierten Objekt. Von nun an ist die Reise eine Reise der persönlichen Selbstverwirklichung, und der Praktizierende reist allein und von innen gefĂŒhrt.

Meditation

Meditation bezieht sich im Allgemeinen auf die Anstrengung, den Geist von allen Gedanken zu entleeren und die Dauer dieses Zustandes allmĂ€hlich zu erhöhen. Sie schreibt keinen bestimmten Schritt vor. Heutzutage jedoch verwenden Buddhisten und Yogalehrer diesen Begriff fĂŒr die kombinierten Yogaschritte Pratyahara, Dharana und Dhyana.

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