Unterschied zwischen CT und MRT

Unterschied zwischen CT und MRT

CT oder Computertomographie

Um den Unterschied zwischen CT und MRT zu klären schauen wir uns erst einmal die Technik des CTs an:
Anders als in einer konventionellen Röntgenaufnahme wird im CT die Röntgenröhre, dauerhaft betrieben, in einer Spiralform um den Patienten gefahren, die dabei entstanden “Filmaufnahmen” werden im Computer in eine 3D-Übersicht umgerechnet. Dabei entsteht eine detaillierte Aufnahme, diese ist detaillierter als die einer normalen Röntgenaufnahme. Hinzu kommt die Möglichkeit, für den auswertenden Radiologen, die einzelnen Aufnahmen nach und nach durchzuschalten, zu zoomen, und auszumessen.

MRT oder Magnetresonanztomographie

Hier wird der Patient in die, im Volksmund genannte, Röhre geschoben. Dort werden bestimmte Atomkerne (meist Wasserstoffkerne / Protonen) des Patienten zunächst mittels eines starken Magnetfeldes gleichgerichtet. Ist dies geschehen, so werden die Reaktionszeiten der einzelnen Moleküle gemessen bis sie wieder in ihrer Ursprungsrichtung sind. Da jedes Gewebe eine gewisse Zeit benötigt, bis sie diesen Zustand erreicht haben, kann ein Computer so die Gewebeart errechnen. Es entsteht so eine Aufnahme des Körperinneren. Die Magnetstrahlung ist unabhängig davon, ob das MRT läuft oder nicht, ständig vorhanden.

Vor- und Nachteile, bzw. der Unterschied zwischen CT und MRT

CTDas CT bietet sich zur schnellen Diagnosestellung an (wie z.bsp.: Polytrauma, Apoplexverdacht), jedoch ist die Strahlenbelastung die durch eine Aufnahme entsteht, um ein vielfaches erhöht, da die Röntgenröhre während der gesamten Aufnahme hinweg durchleuchtet. Die Kosten eines CTs sind, im Verhältnis zu einer solch detaillierten Aufnahme, relativ gering und liegen bei rund 500 EURO je nach zu untersuchenden Region im Körper. Überlagerungen, wie sie zum Beispiel bei einer konventionellen Röntgenaufnahme zu sehen sind, treten bei einem CT nicht auf.

Das MRT glänzt dadurch, dass es zu keiner Strahlenbelastung am Patienten kommt. Jedoch sind die Kosten relativ hoch und liegen bei rund 1200 EURO je nach Untersuchung. Hinzu kommen etwaige Einschränkungen, so ist es kontraindiziert für Patienten mit metallischen Implantaten oder Herzschrittmachern, auch Patienten mit Platzangst sind hier auf Grund des geringen Platzangebots (im Schnitt haben die “Röhren” einen Durchmesser von 60 cm) meist übervorteilt und können nicht an einer solchen Untersuchung teilnehmen. Die Dauer einer solchen Untersuchung ist im Unterschied zum CT, je nach zu untersuchenden Körperteils, fast viermal so hoch. Das alles hat allerdings den Vorteil, dass die Aufnahmen noch viel höher aufgelöst sind, und so feinere Diagnosen gestellt werden können.
Zudem können schon kleinste Bewegungen des Patienten Artefakte in der Aufnahme auslösen.
Man sieht also, nicht nur die Kosten und Strahlenbelastung sondern auch das Ergebnis machen den Unterschied zwischen CT und MRT aus.

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